OSOGOCHE
Etwa 40 km östlich von Alausí weit ab aller Verkehrswege, befindet sich eines der abgeschiedensten Seengebiete Ecuadors: Die Lagunas de Osogoche. An die 60 Seen liegen eingebettet zwischen hohen Gipfeln. Der grösste See, die Laguna de Osogoche, auch Laguna Cubillín genannt, erreicht eine Länge von 6 km. Flankiert werden diese Seen durch mehrere Gebirgsketten, deren Gipfel die ansehnliche Höhe von 4600 m erreichen. Am bekanntesten sind die Berge Achipungo (Colay) im Norden und Soroche (Ayapungo) im Süden. Da das ganze Gebirgamassiv nichtvulkanischen Ursprungs ist, nimmt die Landschaft mit Gebirsketten ein für Ecuador untypisches Aussehen an. Gesteinsarten wie Glimmerschiefer, Tiefengesteine aus Quarz, Granit und kristalline Schiefer herrschen vor.
Der Name "Osogoche" stammt aus dem Jibaro. Die Silbe "ushu" bedeutet "Vielfrass; erspricht, Fleisch zu essen" und "juchi" kann mit "einsam sein" übersetzt werden. Die Etymologie dieses Wortes steht im Zusammenhang mit einer indigenen Legende. Gemäss dieser Legende gelangt eine Spezies von Zugvögeln, bekannt unter dem Namen "Cuvivi", zwischen Mitte September und Ende Oktober in die Region der Seen von Osogoche, um sich hier freiwillig in die kalten fluten zu stürzen. Die Indios sehen in diesem Suizid einen Tribut an die heiligen Wasser der Seen. Das Seengebiet wird auch Ayapungo gennant. Das Wort "Ayapungo" stammt aus der Sprache Quichua und bedeutet zu deutsch "Todespforte". "Ayapungo" ist übrigens auch der zweite Name der höchsten Erhebung Soroche.
Der Andinist findet im Seengebiet von Osogoche ein weites Gebiet für ausgedehnte Trekking – Touren, aber auch für anspruchsvolle Besteigungen. Viele der Gipfel, beispielsweise die Gipfel östlich des Achipungo, werden selten bis nie begangen. Das Gestein ist verblüffend gut, die Gipfel ragen steil und felsig auf, so dass das Gebiet ein hohes Potential für Kletter – Pioniere aufweist.
REISEPROGRAMME:
ATILLO – ACHUPALLAS TREK |